Die Zahnfleischerkrankung (Parodontitis) ist eine der häufigsten Erkrankungen weltweit. Ab dem 35. Lebensjahr gehen mehr Zähne durch Parodontitis verloren, als durch Karies.
Am weitesten verbreitet ist die chronische Parodontitis. Betroffen sind vorwiegend Patienten ab dem 35. bis 40. Lebensjahr. Sie zeigt einen langsamen aber steten Knochenabbau. Es entstehen tiefe und blutende Zahnfleischtaschen. Unbehandelt kommt es zum Zahnverlust. Ursache sind primär die Bakterien der Zahnbeläge.
Die seltene aggressive Parodontitis betrifft hauptsächlich jüngere Patienten ab dem 20. Lebensjahr. Der Verlauf ist schnell. Bereits in jungen Jahren können Zahnverluste auftreten. Ursachen sind i.d.R. bestimmte Mikroorganismen meist kombiniert mit einer genetischen Veranlagung.

Bei Patienten mit Parodontitis ist eine gute Mundhygiene besonders wichtig. Von zahnärztlicher Seite sind regelmäßige Taschenbehandlungen erforderlich (subgingivales Scaling). Bei Patienten mit aggressiver Parodontitis und dem Nachweis spezieller Bakterien ist oftmals eine unterstützende Antibiotikabehandlung sinnvoll.
In fortgeschrittenen Fällen ist die Regeneration von verloren gegangenem Gewebe im Rahmen eines operativen Eingriffes möglich. Vorausetzung ist das Vorliegen vertikaler Knochendefekte, was im Einzelfall zu prüfen ist. Wir arbeiten unter anderem mit Emdogain© sowie verschiedenen Knochenersatzmaterialien.

Oberstes Ziel jeder Zahnfleischbehandlung ist immer die Beseitigung der Entzündung des Zahnfleisches und damit der langfristige Erhalt Ihrer Zähne.

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